Eingang
Tintenta page


Kraken



    Klasse Kopffüsser :   CEPHALOPODA   

    Ordnung Kraken :       OCTOPODA

    Familie benthische
    (bodenlebende)
    Kraken :                       OCTOPODIDAE
Weichplastikmodell


Hier geht es hauptsächlich um die benthischen Kraken.
Auf Sepien, Kalmare und Nautilide wird nicht näher eingegangen.
Diese überwiegend auf dem Meeresboden lebenden Kraken sind in allen
Ozeanen der Welt beheimatet.

Es gibt sie in ganz klein, das sind die Zwergenarten mit einer Armspannweite
ab 3cm. Dagegen kann der Riesenkrake (Enteroctopus dofleini) eine
Spannweite von 3m erreichen. Das ist, im Vergleich zum Menschen, natürlich
eine beeindruckende Größe. Bei solch einem Burschen sollte man schon
vorsichtig sein, denn obwohl der Körper eines Kraken weich und flexibel ist,
besteht er dennoch aus Muskelmasse.

Neben dem Riesenkraken hat sicherlich jeder von Euch schon einmal, evtl. auf
Fotos, den Gewöhnlichen Kraken (Octopus vulgaris) gesehen. Diese Kraken
können eine Spannweite bis zu 80cm erreichen. Sie bewohnen hauptsächlich
Fels- oder Korallenriffe. Ihre Haut ist nicht glatt, sondern besteht aus vielen
Noppen und Zipfeln.

Kraken können sich hervorragend ihrer Umgebung anpassen indem sie Form
und Farbe wechseln. Wahrscheinlich kommunizieren sie über Farben, denn
ihre Stimmungen werden ebenfalls durch bestimmte Farben angezeigt. So ist
z.B. sehr schön zu sehen, wenn ein Krake ängstlich, oder angriffslustig ist,
begegnet er einem Artgenossen. Da Kraken Einzelgänger sind, kann
solch eine Begegnung ganz schön spannend werden.

Gelangt ein kleinerer Krake in das Revier eines größeren Kraken kommt es
zum Kampf. Falls unser kleiner Krake sich dann nicht rechtzeitig befreien kann
und schnellstens die Flucht ergreift, wird er von dem Größeren auf die
Speisekarte gesetzt.
Das relativ kurze Leben (ca. 2-3 Jahre) eines Kraken dreht sich nämlich in erster
Linie um eine Sache : fressen - fressen - fressen.
Diese Tiere sind gute Futterverwerter, sie setzen ihre Mahlzeiten in Körpergröße
um und wachsen sehr schnell. Ein Großteil der Kraken ist nachtaktiv und geht
dann auf die Jagd. Dabei gehen sie äußerst vielseitig und oft auch
intelligent anmutend vor.

Kraken gehören zu den wirbellosen Tieren, sie besitzen kein Innenskelett.
Deshalb können sie sich fast beliebig verformen, und sich so durch sehr
kleine Spalten quetschen.
Da ihnen jegliche Panzerung fehlt, sind sie für Tiere (und Menschen), die
gerne Kraken fressen leicht angreifbar. Deshalb ist ein schützender Unterschlupf
sehr wichtig. Darüber hinaus nutzen viele Kraken die Möglichkeit sich zu tarnen,
indem sie sich farblich der Umgebung anpassen.
Ein Spezialist in diesem Bereich ist der Mimikrykrake.

Kraken sind sehr scheue Tiere und selbst der Riesenkrake (Enteroctopus dofleini)
ist ein eher zurückhaltender Geselle. Vereinzelt gab es aggressive Tiere, welche
dann auch schon zugebissen haben. Wirklich gefährlich für den Menschen kann
der Blauringkrake (Hapalochlaena) werden. Er gehört mit zu den giftigsten
Tieren auf der Welt.

Auf uns Menschen wirken Kraken wie Lebewesen von einem anderen Stern.
Allein ihr Körperbau wirkt auf uns befremdlich, 8 Arme mit Saugnäpfen, die sich
in alle erdenklichen Richtungen winden können. Zudem sind sie auch noch
sternförmig um den Schnabel angeordnet.
Und tatsächlich pumpen ihre 3 Herzen blaues Blut! Mr. Spock lässt grüßen.
Einzig die Augen haben etwas uns vertrautes.

Ihr seid gespannt, wie merkwürdig die sexuellen Praktiken der Kraken sind?
So ein Krakenarm ist eben sehr vielseitig...
Ihr habt jetzt einen groben Überblick erhalten, wie außergewöhnlich, vielseitig
und faszinierend diese Tiere sind. Auf den nächsten Seiten könnt Ihr mehr
zu den einzelnen Themenbereichen erfahren.


Octopus kagoshimensis  © Tintenta
© Tintenta



Inhalt
  Auf der Jagd   3 Herzen...
  Intelligente Schnecke   Krakensex
  Giftzwerg   Tarnung ist alles
  Groß und Gewöhnlich   Eine Krakengeschichte






Kontakt :    Tintenta@web.de

www.Tintenta.de