Eingang
Tintenta page


Auf der Jagd



ebenfalls ein Weichplastikmodell    Fundort: Spielzeugabteilung
   BEUTE :                        Krabben   Muscheln
                                          Langusten   Fische

   FANGMETHODEN :   Anpirschen   Graben
                                          Umzingeln

   WERKZEUGE :            Tentakel (Saugnäpfe)
                                          Hautmantel
                                          Schnabel   Gift
                                          Radula (Zunge)



Alle Kraken, und auch alle anderen Cephalopoden sind Fleischfresser.
Kraken nutzen ein recht vielseitiges Beuteangebot. Der Großteil bevorzugt
Schalentiere, darunter Krebstiere, wie Krabben und Langusten, aber auch
Schnecken und Muscheln sind die ideale Krakenbeute. Fische gehören
ebenfalls zu ihrem Speiseplan. Der Riesenkrake schreckt sogar nicht vor Haien
zurück, die fast so groß sind wie er selbst.

Was befähigt solch weiche, leicht verletzlichen Tiere, mit scharfen Zangen
bewehrte Krebstiere gefahrlos zu fangen?
Die Antwort liegt in ihren Speicheldrüsen. Diese enthalten starke Nervengifte.
Damit lähmen sie ihr Opfer, so dass sich dieses nicht mehr wehren kann.

Das Jagdverhalten der Kraken ist sehr vielseitig.
Sie können sich vorsichtig an eine gesichtete Beute anpirschen, um sich im
geeigneten Moment auf sie zu stürzen.
Die Arme der Kraken sind durch Hautlappen miteinander verbunden. Bei
ausgebreiteten Armen wirkt das wie ein aufgespannter Schirm, den sie dann über
ihr Opfer stülpen. Zusätzlich halten sie das Beutetier mit ihren Saugnäpfen fest.
Dann folgt der Giftbiss.
Außer dem papageiähnlichen Schnabel haben Kraken noch ein weiteres
Werkzeug, womit sie durch die Panzer der Schalentiere dringen können. Sie
besitzen eine so genannte Raspelzunge (Radula). Diese ist mit winzigen Zähnchen
bedeckt. Mit ihr kann der Krake ein Loch in den Panzer bohren. Dann injiziert er
das schnell wirkende lähmende Nervengift mit dem Speichel - die Mahlzeit ist
sichergestellt. Jetzt kann unser Krake sein Opfer in Ruhe an Ort und Stelle
verspeisen, oder es vorher in sein sicheres Versteck transportieren.
Der Speichel dient auch dazu, das Fleisch der Schalentiere zu lösen, so daß der
Krake es aus der Schale herausschlürfen kann.

Bei einem anderen Jagdverhalten kommt eine weitere Besonderheit der 8 Arme
voll zum Einsatz. Wissenschaftler haben etwas Bemerkenswertes herausgefunden.
Die Arme können völlig unabhängig vom Körper des Kraken agieren. Jeder Arm ist
mit Millionen Nerven durchzogen, die mit den Muskeln verbunden sind. Während der
Krake vielleicht noch über seine letzte Mahlzeit nachdenkt, kann jeder seiner 8 Arme
unabhängig vom anderen, gleichzeitig eine andere Aufgabe übernehmen. So kann
der Krake ganz gemütlich im Sand sitzen, während seine Arme um ihn herum im
Sand wühlen und dort versteckte Beute aufspüren.
Dabei dienen die Saugnäpfe nicht nur dem Festhalten der Beute, sondern erkennen
mit ihrem besonders sensiblen Tastsinn, um welche Beute es sich handelt.
Und so kann er sich mal den einen Happen in den Mund schieben, mal den anderen.
Genial, nicht wahr?

Seine Intelligenz stellt er bei einer weiteren Jagdtaktik unter Beweis.
Jagd er z.B. an felsigen Stellen, kann er die Strategie " Umzingeln mit
Ablenkungsmanöver " einsetzen.
Beispielsweise sitzt eine Krabbe vor einem Felsen. Der Krake positioniert sich dahinter.
Ein Arm schlängelt sich von einer Seite an die Krabbe heran. Während sich die
Aufmerksamkeit der Krabbe auf diesen Arm richtet, tasten sich Krakenarme von der
anderen Seite heran und können sich die ahnungslose Krabbe ziemlich bequem greifen.
Ganz schön heimtückisch, aber auch todsicher.

Was so ein Krake noch alles kann, erfahrt Ihr demnächst auf den anderen Seiten.



zurück zu Inhalt
Enteroctopus magnificus  © Tintenta
© Tintenta





Kontakt :    Tintenta@web.de

www.Tintenta.de